Büchner – Leonce und Lena – Übersicht

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Georg Büchner: Leonce und Lena

 

Erster Akt
Erste Szene

Prinz Leonce vom Königreich Popo ist gelangweilt von der Welt und sinniert über den Müßiggang.

Er trifft den arbeitsscheuen Valerio und unterhält sich mit ihm über dessen fehlende Arbeitsmoral. Die beiden sind sofort miteinander vertraut.

Zweite Szene

König Peter wird von zwei Kammerdienerinnen angekleidet. Dabei äußert er sprunghafte und verwirrte Gedanken und muss von einem Diener daran erinnert werden eine Rede vor dem Staatsrat zu halten.

Peter ist mit seinem Auftritt vor dem Staatsrat überfordert, ist verwirrt und verliert den Faden, sodass er die Sitzung schließlich aufhebt.

Dritte Szene

Leonce unterhält sich mit seiner Geliebten Rosetta über Langeweile und Müßiggang, wobei sich Leonce von Rosetta trennt.

Leonce sinniert über die Liebe und die eigene Langeweile, bis ihn Valerio unterbricht und mit seiner derben, unverschämten Art ablenkt.

Der Staatsrat tritt auf und verkündet die morgige Ankunft seiner künftigen Braut und dass diese Hochzeit mit dem Antritt der Thronfolge verbunden ist, wird dabei aber immer wieder von Leonce unterbrochen.

Valerio führt Leonce seine Zukunft als König vor Augen, woraufhin dieser beschließt eine Reise durch Italien zu unternehmen.

Vierte Szene

Lena spricht mit ihrer Gouvernante über ihr bevorstehendes Schicksal, die Heirat mit dem ihr fremden Leonce. Die Gouvernante hat Mitleid mit ihr und „führt die Prinzessin weg“.

Zweiter Akt
Erste Szene

Leonce und Valerio nähern sich erschöpft einem Wirtshaus. Valerio empfindet die Welt als weitläufig, der Prinz fühlt sich beengt. Valerio versteht nicht, warum sich der Prinz in seiner Situation noch nicht umgebracht hat – Leonce ist aber noch auf der Suche nach der idealen Frau.

Zwei Polizisten sind auf der Suche nach einem Delinquenten, dessen Beschreibung auf Valerios „Lebenslauf“ passt.

Lena und die Gouvernante kommen ebenfalls dazu: sie haben unterschiedliche Empfindungen was die Zeit seit ihrer Flucht und die Welt im Allgemeinen betrifft.

Zweite Szene

Valerio und der melancholische und philosophierende Leonce sind im Garten des Wirtshauses. Valerio spricht Lenas Gouvernante ruppig an, worauf diese schlagfertig kontert.

Lena und Leonce sinnieren beide, einander ergänzend, über die langsam vergehende Zeit, bis Lena ins Haus tritt. Leonce schwärmt von Lena bis Valerio, der Leonce auf dem „Weg ins Narrenhaus“ sieht die träumerische Stimmung zerstört.

Dritte Szene

Lena denkt über Leonce nach und beschreibt den Prinzen sehr treffend als Menschen, der unglücklich ist, bloß weil er ist.

Vierte Szene

Im Garten treffen sich Leonce und Lena zufällig, wo sie erneut träumerischen Gedanken nachhängen und sich gut ergänzen. Leonce küsst Lena, woraufhin diese wegläuft.

Leonce sieht diesen Moment als den Höhepunkt seines Lebens und möchte sich das Leben nehmen – Valerio hält ihn davon ab.

Dritter Akt
Erste Szene

Leonce teilt Valerio mit dass er Lena heiraten will, ohne ihre wahre Identität zu kennen. Valerio handelt aus eine Stellung als Staatsminister zu bekommen, wenn Leonce Lena heiratet.

Zweite Szene

Landrat und Schulmeister bereiten die Bauern in ihrer Sonntagskleidung auf den Empfang des Brautpaars vor.

Dritte Szene

Der Zeremonienmeister, König Peter und der Staatsraat halten Ausschau nach den vermissten Brautleuten. König Peter will das Fest um jeden Preis feiern; der mögliche Fall, dass das Brautpaar nicht auftaucht macht in ratlos.

Maskiert kommen Leonce und Lena doch rechtzeitig zusammen mit Valerio und der Gouvernante an den Hof. Valerio stellt die beiden als „Automaten“ vor, die so perfekt sind, dass man sie zu Mitgliedern der menschlichen Gesellschaft machen könnte.

König Peter lässt die „Automaten“ anstelle des vermissten Brautpaars trauen. Leonce und Lena nehmen die Masken ab und erkennen sich selbst erstmals als Prinz und Prinzessin – für Leonce Vorsehung, für Lena Zufall. Peter übergibt die Regentschaft sofort an seinen Sohn.

Leonce überlegt sich abstruse Möglichkeiten, was er mit seiner neuen Macht anfangen kann, was Lena ablehnt. Leonce plant ein utopisches Reich ohne Zeitrechnung und ewigen Sommer. Valerio spinnt den Gedanken weiter und will als Staatsminister Arbeit bestrafen.

 

 

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