Goethe – Torquato Tasso – Übersicht

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Johann Wolfgang von Goethe: Torquato Tasso

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Aufzug/Auftritt

Gartenplatz. Prinzessin, Leonore. Die Prinzessin kränzt die Virgil-Büste, Leonore die Ariostsche. Sie reden über Tasso als einen verehrten Dichter, der in anderen und einsamen Sphären schwebt.

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Vorige, Alfons. Alfons klagt über Tassos Verzögerungen, das Werk zu liefern und seinen autistischen, misanthropen Charakter; die beiden Frauen überzeugen ihn, weiterhin Milde zu üben.

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Vorige, Tasso. Tasso übergibt sein Werk Alfons unter Dank und Huldigung; die Prinzessin kränzt ihn mit dem Virgil-Kranz, aber Tasso leidet.

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Vorige, Antonio. Antonio bringt aus Rom positive Nachrichten, preist Papst Gregor und Ariost.

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Saal. Prinzessin, Tasso. Tasso klagt sich selbst als unwürdig an und wäre gern wie Antonio ein Mann der Tat, aber die Prinzessin baut ihn auf: auch der Dichter sei wertvoll, wenn er sich nur an das hält, was sich geziemt; Tasso trauert der goldenen Zeit nach, in der erlaubt war, was gefällt, und gesteht der Prinzessin seine Verehrung und Liebe: sie macht ihm vage Hoffnung auf eine Verbindung, wenn er ein „glückliches Leben“ führen werde: und ein tugendhaftes – er soll sich mit Antonio verbinden.

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Tasso. Tasso ist euphorisch.

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Tasso, Antonio. Tasso tritt ehrfürchtig an Antonio heran, der ihn verletzend abweist, das Gespräch eskaliert, Tasso zieht den Degen.

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Vorige, Alfons. Alfons entscheidet: Tasso ist Gefangener; er erträgt es nicht und gibt Kranz und Degen ab.

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Alfons, Antonio. Alfons rügt und fordert Antonio auf, Friede und Freundschaft mit Tasso zu schaffen.

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(ohne Ort). Prinzessin. Die unruhig – des Streites wegen – auf Leonore wartet.

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Prinzessin, Leonore. Leonore schlägt Tassos Abreise nach Florenz vor, die Prinzessin ist dagegen und gesteht, Tasso zu liebend zu verehren.

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Leonore. Leonore will den Dichter, nicht den Mann Tasso für sich, der sie verewigen soll in seinem Lied.

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Vorige, Antonio. Antonio gesteht: er neidet Tasso Lorbeer und Frauengunst; Leonore schmeichelt, Lorbeer hätte er nicht nötig; Antonio hadert aber mit der Gunst der Frauen: sie lieben Töne und Worte, den Knaben und das Tadelnswerte im Jüngling Tasso. Leonore spielt alles herunter und sieht nichts weiter als Freundschaft zu Tasso. Antonio ist bereit, mit Tasso Frieden zu schließen.

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Zimmer. Tasso. Tasso verzweifelt, glaubt sich verlassen von allen und von Glück, Ruhm und Gunst.

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Tasso, Leonore. Tasso ist untröstlich und Antonio, auch nach Leonores Fürsprache, hassend. Sie bringt ihn scheinbar dazu, unter allen Versicherungen, an das Gute zu glauben; sich, mit ihr, nach Florenz zu begeben und Antonio gelassen zu empfangen.

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Tasso. Tasse ist verbittert: er sieht eine Verschwörung aller gegen sich, will fliehen, aber vorher alle täuschen.

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Tasso, Antonio. Antonio sucht und erlangt Versöhnung; sein Angebot, Tasso zu helfen, nimmt dieser an: Antonio möge ihn bei Alfons nach Rom freibitten; Antonio verweigert es zunächst, Tasso kann sich aber schließlich durchsetzen.

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Tasso. Tasso klagt, alle, auch und vor allem die Prinzessin, haben sich gegen ihn verschworen und Antonio, mit List, ihn letztlich in nur einer Stunde um Hof, Glück und Liebe gebracht.

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Alfons, Antonio. Antonio bittet für und hadert mit Tasso, aber Alfons, der das Genie nicht verärgern und weiter um sich will, wie es an großen Höfen üblich ist, gewährt Tasso alles, also auch die Reise nach Rom.

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Alfons, Tasso. Tasso dankt die Freiheit und bittet sein Gedicht zurück, Alfons bietet ihm eine Abschrift und bittet seinerseits, Tasso möge das Leben genießen und sich vom Dichten erholen; aber Tasso sagt: er könne nicht, als dichtend leben.

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Tasso. Tasso argwöhnt wieder, betrogen zu sein und lobt seine Verstellungskünste; der Anblick der nahenden Prinzessin schmerzt ihn.

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Tasso, Prinzessin, die Übrigen am Ende. Tasso gibt, als er ihre Zuneigung spürt, seine Verstellung auf, meint, sie wiederzuerkennen, hält eine flammende Rede und fällt ihr, die ihn gleich von sich stößt, um den Hals, die anderen eilen herbei.

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Tasso, Antonio. Tasso gerät außer sich und beschuldigt und beschimpft; Antonio ist bewegt und reicht dem Verzweifelten, der zerstört und vernichtet den Fürsten und die Prinzessin abreisen sieht, die Hand: Tasso gibt sich – einem nicht vorhandenem Feind – geschlagen.

 

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