Hauptmann – Die Weber – Übersicht

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Gerhart Hauptmann: Die Weber

1. Akt

(epischer Nebentext: Fabrikant Dreissigers Haus)

Die notleidenden Weber verkaufen ihre Ware in Dreissigers Fabrik für Löhne, die sie in weitere Not versetzen; alle Bitten der Weber um Verbesserung werden abgelehnt. Weber Bäcker tritt auf und macht eine kleine Aufruhr, sein Stolz ist ungebrochen, er bietet auch Dreissiger Paroli. Ein Junge stürzt entkräftet hin. Man bringt ihn fort; Dreissiger hält eine Rede zu seinen Gunsten, die Masse huldigt ihm. Doch an ihn herantretende Bittende wimmelt er ab.

2. Akt

(epischer Nebentext: Stübchen zu Kaschbach)

Bei Ansorge im Haus sitzen Mutter Baumert und Familie. Sie leiden Hunger und Schmerzen, aber arbeiten; weitere kommen, schließlich Moritz Jäger, Husar, mit Lebensmitteln. Er liest auf das Elend hin das Weberlied vor, welches begeistert aufgenommen wird und die Weber in Wut über ihre Notlage versetzt.

3. Akt

(epischer Nebentext: Schenkstube zu Peterswaldau)

Tischler Wiegand, Wirt Welzel und der Reisende unterhalten sich über den Begräbniszug und die Not der Weber. Der Reisende steht auf Fabrikantenseite und umgarnt die hübsche Anna. Ansorge und Baumert kommen; Hornig sammelt Lumpen, Not und Elend sind Gesprächsthema. Ein Förster und ein Bauer kommen, sie schimpfen auf die Weber als Diebe und Taugenichtse – die Weber begründen ihre Not. Jäger und Bäcker kommen mit jungen Webern und bringen Entschlossenheit zu Veränderungen mit; Schmied Wittig hält nichts von Revolution. Gendarm Kutsche kommt und muss sich zurückziehen, da die Situation für ihn bedrohlich wird; die Weber brechen mit Wittig und Weberliedgesang zu Dreissiger auf, bis die Schenke leer ist.

4. Akt

(epischer Nebentext: Privatzimmer Dreissiger zu Peterswaldau)

Die Gesellschaft bei Dreissigers empört sich gegen die Weberlieder vor dem Haus, Pfeiffer kommt und verkündet Aufruhr. Jäger wird vorgeführt und behält seine freche Haltung gegen Dreissiger und Co.; Jäger wird abgeführt. Das ruhige Gespräch über die wirtschaftliche Notlage wird unterbrochen – man hat Jäger befreit. Die Meute steht vor dem Haus, Pastor Kittelhaus will mit ihnen reden und wird verprügelt. Dreissiger und Familie fliehen, die Weber besetzen das Haus und beginnen, es zu zerstören.

5. Akt

(epischer Nebentext: Weberstübchen des alten Hilse)

Hilse betet, Hornig berichtet Aufruhr, Hilse glaubt`s nicht. Mielchens gefundener Silberlöffel wird zurückgebracht. Die Weber kommen. Familienmiglieder Hilses laufen zu den Aufständischen, der alte Hilse bleibt Untertan. Weber kommen ins Haus und wollen die Untätigen holen, so auch den alten Hilse. Sie überzeugen ihn nicht, ihre Taten verflucht er. Die Aufständischen Weber ziehen ab. Draußen schießt das Militär. Hilse nennt sich Gottessohn und wir tödlich getroffen.

 

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