Lessing – Miss Sara Sampson – Übersicht

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Lessing – Miss Sara Sampson

Zusammenfassung

 

Akt/Szene Personen Ort Handlung
1/1 Sir Sampson, Waitwell Saal in einem Gasthof Sampson und Waitwell reisten Sara und Mellefont hinterher; Sampson beweint seine schöne Tochter und die Tatsache, dass sie verführt wurde; er möchte ihr verzeihen
1/2 Der Wirt, Sir Sampson, Waitwell   Wirt weiß, dass Sampson Mellefont beobachten will, er erklärt, dass sich Sara und Mellefont schon seit einigen Wochen (in 1/7 erfährt man, dass es 9 sind) im Gasthof aufhalten und Sara den ganzen Tag weinend im Zimmer verweilt
1/3 Mellefont, sein Bedienter Mellefonts Zimmer Mellefont verurteilt sich selbst für das „Vergehen“ mit Sara;

Ich hatte noch keine Unschuld in ein unabsehliches Unglück gestürzt

1/4 Betty, Mellefont, Norton   Betty erzählt von Saras Leiden: Unruhe, Albträume; sie fordert Mellefont auf, Sara zu trösten
1/5 Mellefont, Norton   Mellefont beschwert sich über die Tadelung Saras, die gemeinsame Hochzeit zu verschieben; Ihm nach kann diese nicht ohne äußerstes Verderben in dem Königreiche vollzogen werden
1/6 Sara, Mellefont, Norton   Überleitung zu 1/7; Sara kommt hinzu, Norton geht ab
1/7 Sara, Mellefont   Sara gesteht ihre Empfindungen; Verstand vs. Herz/Gefühl, Alptraum (= Vorhersage der Zukunft): ängstlich folgt Sara Mellefont, freundliches Rufen des Vaters, Sara dreht sich um, droht Abgrund hinab zu stürzen, wird von einer ihr ähnlichen Person gerettet, welche Sara erdolcht

S. gesteht ihre Liebe und pocht auf die Hochzeit; aller Ehre, Gesetze und Tugenden zugegen

Mellefont möchte erst sein Vermächtnis retten; sterbender Vetter vererbt ihm sein Vermögen nur unter der Bedingung, dass er eine Verwandte zur Frau nimmt; Vermögen, soll dann mit dieser geteilt werden, um kein gemeinsames Leben führen zu müssen; Vorschlag Mellefonts, nach Frankreich überzusiedeln und dort zu heiraten; Sara lehnt ab, zweifelt an der Liebe Mellefonts, M. verteidigt sich

1/8 Norton, Mellefont, Sara   Norton überbringt Brief von Marwood
1/9 Mellefont, Norton   Mellefont ist in Rage; Marwood möchte ihn treffen
2/1 Marwood, Hannah Zimmer der Marwood, in anderem Gasthof Marwood im Negligé; Gedanken Marwoods, wie sie Mellefont für sich gewinnen kann; Zur Sprache kommt (Ara)Bella, die Tochter von Marwood und Mellefont; Mellefont brachte das Kind in frühen Jahren zu einer Dame, die es aufziehen sollte; Er befohl, Marwood das Kind nicht wiederzugeben; Marwood musste List walten lassen
2/2 Ein Bedienter, Marwood, Hannah   Bedienter meldet den Besuch Mellefonts
2/3 Mellefont, Marwood, Hannah   Marwood empfängt Mellefont übertrieben herzlich, lässt zunächst keine Böswilligkeit oder Ärger durchschimmern; Mellefont beschimpft sie, hat kein Interesse mehr an ihr und will sie auf immer verlassen; rege Diskussion; Marwood zieht den letzten Register und lässt Bella holen
2/4 Arabella, Hannah, Mellefont, Marwood   Wiedersehen zwischen Bella und Mellefont; Bella fleht ihn an, nicht zu gehen.; Marwood gesteht, dass sie Sir Sampson über dem Aufenthaltsort Saras informiert hat; Mellefont lässt sich umstimmen
2/5 Marwood, Arabella, Hannah   Marwood freut sich über ihren „Sieg“
2/6 Mellefont, Marwood, Arabella, Hannah   In der Zwischenzeit fasst Mellefont einen klaren Gedanken, kommt zu sich und kehrt zu Marwood zurück; er entscheidet sich gegen Marwood und möchte Bella mitnehmen; Marwood lässt Bella wegführen
2/7 Mellefont, Marwood   Mellefont beschimpft Marwood als wolllüstige, eigennützige, schändliche Buhlerin; Marwood versucht, sich und ihre Wünsche zu verteidigen, droht, Bella das Leben zu nehmen; Sieh in mir einen neue Medea; Versucht, Mellefont zu erdolchen, Mellefont hindert sie daran
2/8 Hannah, Marwood, Mellefont   Mellefont will Bella in Sicherheit bringen und fordert, Marwood soll sogleich wieder nach London aufbrechen; Marwood hat noch ein Anliegen, sie möchte Sara sehen und sich ihr als eine Verwandte von Mellefont vorstellen; Mellefont soll bei diesem Besuch auch anwesend sein
3/1   Sir Sampson, Waitwell Saal im ersten Gasthof Waitwell soll Sara einen Brief von Sampson bringen; Sampson reflektiert und sieht sich als mitschuldig; durch ihn wurde das Kennenlernen von Sara und Mellefont erst möglich; er klagt, dass seine Strenge Sara zur Flucht veranlasst habe
3/2 Sara, Mellefont Zimmer von Sara Mellefont informiert Sara darüber, dass eine „Anverwandte“ den Brief geschrieben habe, sie auf der Reise nach London ist und Sara einen Besuch abstatten möchte; er nennt sie Lady Solmes; Sara zweifelt, ob sie würdig genug ist, diesen Besuch zu empfangen, sie willigt schließlich ein
3/3 Waitwell, Sara   Waitwell überbringt Sara den Brief; Sara weigert sich, ihn zu lesen aufgrund der guten Absicht des Vaters (Liebe und Vergebung); Waitwell bringt sie dazu, ihn doch zu lesen; Vater bittet in dem Brief um Vergebung und bezeugt seine Liebe zu Sara
3/4 Sara   Monolog; Möchte einen Antwortbrief verfassen; Gedanken sind nicht klar, sie wird unterbrochen von Mellefont und Marwood
3/5 Mellefont, Marwood, Sara   Nach kurzer Vorstellung erklärt Sara, dass ihr Vater ihr und Mellefont vergibt; Marwood und Mellefont können es kaum glauben; Marwood wird bleich und zittert, Mellefont begleitet sie nach draußen
3/6 Betty, Sara   Sara ist beruhigt und zufrieden, sie möchte Mellefont noch einmal sprechen
3/7 Sir Sampson, Waitwell Der Saal Sampson freut sich sehr über die Reaktion Saras; in seiner Freude bricht er das Dienstverhältnis zu Waitwell auf, dieser soll ihm von nun an gleich sein
4/1 Mellefont, Sara Mellefonts Zimmer Sara ist glücklicher als je zuvor; trotzdem hat sie schlechte Vorahnungen für die Zukunft; Mellefont will Sampson einen reumütigen Brief schreiben; Sara erklärt, dass ihre Mutter bei ihrer Geburt gestorben sei (Muttermörderin) und nun auch beinah einen Vatermord begangen hätte
4/2 Mellefont   M. im Zwiespalt mit sich selbst; einerseits liebt er Sara, andererseits fürchtet er den Tag der Hochzeit; Gefühl von Gefangenschaft, Unfreiheit; möchte diese Einbildungen loswerden
4/3 Norton, Mellefont   Norton möchte Mellefont beglückwünschen; Mellefont äußert kaum Freude, dagegen Kaltsinn, Unentschlossenheit, Widerwille; Mellefort erklärt, dass Marwood Sara noch einmal sehen möchte
4/4 Mellefont, Marwood   Marwood verstellt sich und beteuert, Sara entzückend zu finden; Mellefont möchte die Beziehung in beiderseitigem freundschaftlichen Sinne beenden; Marwood möchte einen Abschiedsbesuch bei Sara machen
4/5 Marwood   Monolog; ihr wahres Gesicht kommt zur Geltung, sie legt die Verstellung ab; Hegt den Plan, mit Sara allein sprechen zu können und ihr Wahrheit, Verleumdung und Drohungen zu eröffnen
4/6 Sara, Mellefont, Marwood   Wiedersehen; die Damen scheinen sich gut zu verstehen; Marwood bittet um Saras Freundschaft…
4/7 Betty, Mellefont, Sara, Marwood   Betty teilt Mellefont mit, dass man dringend nach ihm verlangt; Sara bittet Marwood während der Abwesenheit Mellefonts bei ihr zu bleiben
4/8 Sara, Marwood   Marwood gibt sich wieder als Lady Solmes aus, die Sara davon überzeugen möchte, dass sie sich von Mellefont abwenden soll, da er mit Marwood ein Kind hat, in Wirklichkeit nur sie liebt, etc.

Sara wird misstrauisch, fühlt sich auf die Probe gestellt, verliert das Vertrauen nie zu Mellefont, sieht die Lady als eine gute Freundin Marwoods, die geschickt worden ist; letztlich gibt die Lady zu, dass sie Marwood ist, Sara wird an ihren Traum erinnert (Marwood als Mörderin) und sucht die Flucht

4/9 Marwood   Beschließt, Sara zu vergiften
5/1 Sara, Betty Saras Zimmer Sara ist schwach, Marwood wollte bei ihr sein, bis Betty ihr die Arznei eingeflößt hatte (Gift)
5/2 Norton, Sara, Betty   Norton erzählt, dass er Mellefont alles erzählt habe
5/3 Mellefont, Norton, Sara, Betty   Mellefont durchschaut Marwood und ihre List
5/4 Sara, Mellefont, Betty   Sara erzählt Mellefont von ihrem Wissen über Arabella; Wunsch, sie mit ihm zusammen groß zu ziehen; Sara wird übel
5/5 Mellefont, Norton, Sara, Betty   Marwood ist mir Arabella geflüchtet, sie hat eine Botschaft an Mellefont hinterlassen, welche beinhaltet, dass in der Arznei Gift sei; Mellefont ist außer sich, er hastet weg, um Hilfe zu holen
5/6 Sara, Norton, Betty   Sara versteht die schnelle Flucht Mellefonts nicht; fühlt sich sehr krank
5/7 Waitwell, Sara, Betty, Norton   Sara findet sich damit ab, dass sie eventuell sterben wird; Betty versteht und flüstert Norton zu, dass die Arznei von Marwood sei
5/8 Waitwell, Sara   Sara möchte Sampson sehen
5/9 Sir Sampson, Waitwell, Sara   Sampson erscheint Sara als ein vom Himmel gesandter, gleich jedem Engel, ein Bote des Höchsten;

Sara weiß um ihren Tod; Sampson weiß um die wahre Liebe Mellefonts zu seiner Tochter

5/10 Mellefont, Sara, Sir Sampson, Waitwell   Mellefont berichtet, dass Sara sterben müsse; liest den Brief Marwoods vor;

Rache und Wut haben mich zu einer Mörderin gemacht; Arabella als Geisel;

Sara zerreißt den Brief, vergibt Marwood, trägt Mellefont auf, Arabella zu holen; vermacht die Liebe ihres Vaters an Mellefont und Arabella;

Sara stirbt;

Mellefont will von Sampson verflucht werden, nimmt alle Schuld auf sich; Vater vergibt Mellefont und sieht ihn als seinen Sohn an; Mellefont erdolcht sich, bittet noch Sampson, um Arabella zu sorgen

5/11 Norton, die Vorigen   Sampson: ein Grab soll beide umschließen; fordert Norton auf, mit ihm Arabella zu suchen; sieht sie als Vermächtnis seiner Tochter

 

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